Wir haben Frieden,
Wer kann sich noch erinnern?
Wo heute die Touristen flanieren
standen damals Panzer und Geschütze.
Wo sie heute im Advent
Punsch trinken und Lebkuchen essen,
lagen Tote
und die Paläste und Kirchen
und die schönen Häuser
waren von Bomben zerstört
wie lange ist das her?
Wir haben Wohlstand,
Wer weiß es noch,
daß Kinder in Wien verhungert sind,
und andere Länder Hilfe leisteten
um die Hungersnot zu lindern
und die Seuchen in den Städten.
Wir leben sicher.
Wer denkt drüber nach?
Daß sich Nachbarn vor den Nachbarn fürchteten,
und Eltern vor den Kindern
aus Angst vor dem Verrat
von den Gedanken und den Worten.
und daß es,
wenn es an der Tür klopfte
die Polizei sein konnte
die nicht schützte,
sondern Menschen mitnahm
folterte
verschleppte,.
Wir haben Frieden
wir haben Wohlstand
wir haben Sicherheit.
Geben wir auf all das Acht?
Thomas Macek
Eine Sonde landet
auf der Rückseite des Mondes
und die Menschen jubeln
und freuen sich.
Wie groß ist doch die Wissenschaft
der neue Gott
das ist der Fortschritt
das bringt uns alle endlich weiter.
Das rettet die Welt
Da zeigt der Mensch, was er kann.
Und dennoch
gibt es Kriege weiterhn
und Not
und Verpestung der Umwelt
und es gibt Armut
und es gibt tödlichen Hunger.
Wäre es nicht wirklicher Fortschritt
Triumph der Wissenschaft
Sieg der Menschlichkeit
es wäre Frieden auf der Welt
es ging allen Menschen gut,
Luft Wasser Erde wären rein,
und kein Kind würd an Hunger sterben?
Dann könnten wir ja
alle auf der Erde bleiben
und könnten den Mond in Ruh lassen.
Thomas Macek
Die die Krise verursachen,
gewinnen durch sie!
Die, die unschuldig sind
, bezahlen für Sie.
Das System der Reichen,
nimmt den Armen.
die Armen halten still.
Und sie bedanken sich noch dafür
und loben die Räuber
da sie auch denen nehmen
die noch ärmer sind als sie
Es ist das System der Missgunst, das herrscht.
Missgunst gegen Arme
Missgunst gegen Fremde
Missgunst gegen jene die anders sind.
Missgunst gegen jene die anders leben wollen.
Die ach so Smarten,
mit dem bubenhaften Charme,
in ihren Designeranzügen,
die neue Wege versprechen,
doch nur die uralten Pfade gehen ,
die längst vergessen sein sollten,
bereiten den Boden für immer mehr Neid!
Gewissen, Verantwortung, Solidarität, wo sind sie hin?
So nötig sind sie , so dringend gebraucht !
Was die Not der Armen dem Staat scheinbar erspart,
wird tausendfach durch die Reichen vergeudet!
Warum halten wir da still?
Die Firmen der Reichen versteuern fast nichts,
doch die Armen werden zu Kasse gebeten.
Die Bonzen scheffeln,
denen, die klein genannt werden,
und sich für kleinn halten ,
will man das Bißchen nehmen,
das sie noch haben.
Um die Wänste derer zu mästen,
in deren Sold der Staatsmann steht.
werden die Bäuche , derer leer,
die für sie schuften,
und ihnen den Reichtum erschaffen.
Sind wir wieder soweit,
wie Sklaven zu denken?
Und Amen zu sagen zu den Ideen der Konzerne,
die der Staatsmann vollzieht?
Weil er freundlich lächelt,
und gut gekleidet ist?
Und weil er Nutzen zieht,
aus unseren Ängsten?
Sagen wir NEIN, solange es noch geht!
© Thomas Macek
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